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🦉🤫 Emmas lustige Nachtschule 🎓🍂

Professor Emma lädt zum Unterricht! Sie will dem kleinen Igel Iggy beibringen, wie man sich lautlos wie ein Schatten bewegt. Doch Emmas Vorführung endet mit einem lauten Rums! im Gebüsch. Während die Eule Bruchlandungen übt, überrascht der schüchterne Iggy uns alle mit seinem verborgenen Talent. Eine lustige Geschichte darüber, dass man nicht laut sein muss, um ein großer Held zu sein.

wowbook

2/7/20263 min read

Hallo, meine lieben kleinen Freunde

Hier ist wieder euer Ben. Habt ihr es euch schon gemütlich gemacht? Liegt ihr unter eurer warmen Decke? Prima. Dann spitzt mal eure Ohren. Heute erzähle ich euch eine Geschichte, bei der wir alle ganz schön kichern mussten.

Es war eine wunderschöne Nacht im Park. Der Mond leuchtete hell wie eine Taschenlampe. Alles war still. Nur manchmal knackte ein Zweig. Eigentlich wollte ich gerade eine Runde fliegen, da hörte ich eine laute Stimme.

„Hört mal alle her!“, rief jemand.

Das war Emma, unsere Eule. Sie saß auf einem dicken Ast der alten Eiche. Auf der Nase trug sie eine riesige Brille, die ihr viel zu groß war. Vor ihr im Gras saß der kleine Igel Iggy. Er hatte sich vor Schreck ganz klein gemacht und zur Kugel gerollt.

Meine Freundin Luna landete neben mir. „Was machen die beiden da?“, flüsterte ich.
Luna kicherte: „Emma spielt Lehrerin. Sie will dem kleinen Iggy beibringen, wie man sich lautlos anschleicht.“

Ich musste grinsen. Emma und lautlos? Emma ist eine tolle Freundin, aber wenn sie landet, klingt es oft so: Rums! Plumps! Knack!

Trotzdem setzte ich mich dazu. Emma plusterte ihre Federn auf und tat sehr wichtig.
„Hallo Ben!“, rief sie. „Gut, dass du da bist. Ich zeige Iggy gerade, wie man sich bewegt, ohne ein einziges Geräusch zu machen. Das ist nämlich eine große Kunst!“

Der kleine Iggy piepste ängstlich: „Aber Emma, ich habe doch so viele Stacheln. Ich glaube, ich kann das nicht.“

„Quatsch mit Soße!“, rief Emma. „Pass genau auf. Siehst du den Tannenzapfen da hinten? Ich schleiche mich jetzt an ihn heran. Wie ein Geist. Du wirst gar nichts hören.“

Emma machte sich bereit. Sie wackelte mit dem Po, breitete ihre großen Flügel aus und stieß sich ab.
Sie segelte los. Es sah am Anfang toll aus. Aber Emma hatte vergessen, wie breit ihre Flügel sind.

Ratsch!
Ein Flügel streifte einen Busch.
Knack!
Sie trat aus Versehen auf einen trockenen Ast.
Puff!
Und dann landete sie mit dem Bauch voran direkt im weichen Moos vor dem Tannenzapfen.

„Ta-da!“, rief Emma und rappelte sich auf. Ein paar Blätter klebten an ihrem Schnabel. „Hast du das gesehen, Iggy? Ich war schnell wie der Wind!“

Ich schaute zu Iggy. Der kleine Igel zitterte. Er dachte bestimmt: Oje, muss ich jetzt auch in den Busch fallen?

„So, Iggy, jetzt du!“, rief Emma. „Mach es genau wie ich. Brust raus, Bauch rein und... äh... elegant gucken!“

Der arme Iggy wusste gar nicht, was er tun sollte. Er schaute hilfesuchend zu mir und Luna.

Da flog Luna sanft zu ihm hinunter. Sie streichelte ihn kurz am Kopf.
„Weißt du, Iggy“, sagte sie leise, „vergiss das mit dem 'elegant gucken'. Stell dir einfach vor, du willst der kleinen Maus Pips ein Geschenk bringen, ohne dass sie aufwacht. Versuch es mal.“

Iggy atmete tief ein. Er entspannte seine Stacheln.
Und dann passierte etwas Tolles.
Iggy lief los. Aber man hörte... nichts! Gar nichts! Seine kleinen Pfoten waren so weich, dass kein Blatt raschelte. Er huschte unter dem Busch durch. Er lief über die Äste. Er war leise wie eine kleine Wolke.

Emma war gerade damit beschäftigt, ihre Brille zu putzen. Sie drehte sich im Kreis und rief: „Also Iggy, wann fängst du denn endlich an?“

„Ich bin doch schon da“, piepste eine Stimme direkt hinter ihr.

Emma erschrak so sehr, dass sie fast wieder umgefallen wäre. „Huch!“, rief sie. Sie drehte sich um. Da saß Iggy und hielt stolz den Tannenzapfen fest.

Mir klappte der Mund auf. Wow! Iggy war ein echter Meister-Schleicher.

Emma rückte ihre Brille zurecht und tat so, als wäre sie gar nicht erschrocken. „Aha! Sehr gut!“, rief sie. „Genau so habe ich es dir beigebracht. Ich bin wirklich eine super Lehrerin!“

Iggy kicherte leise in seine Pfoten. Er wusste genau: Er war so leise, weil er ein Igel ist – und nicht, weil Emma es ihm erklärt hatte. Aber er war viel zu lieb, um das zu verraten.

„Das hast du toll gemacht“, flüsterte ich Iggy zu.
„Danke, Ben“, strahlte er.

In dieser Nacht habe ich etwas gelernt: Manchmal sind die, die am lautesten reden (wie Emma), gar nicht die Besten. Und die, die ganz still und schüchtern sind (wie Iggy), können oft die tollsten Dinge. Man muss sich nur trauen.

Probiert es doch morgen auch mal aus: Schleicht euch mal ganz leise ins Wohnzimmer. Wetten, ihr seid leiser als eine Eule, die Bruchlandungen übt?

Schlaft gut und träumt süß!

Euer Ben 🦇