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🐿️ Pic, 🐿️Pac und 🦔Iggy und das grosse Pling-Plong-Durcheinander

Was passiert, wenn zwei wilde Eichhörnchen-Zwillinge und ein kluger Igel ein altes Windspiel entdecken? Es gibt ein riesiges Pling-Plong-Durcheinander im Park! Begleite mich in dieser Nacht, in der wir lernen, dass man nicht immer laut sein muss, um gehört zu werden. Eine Geschichte über echtes Zuhören und die sanfte Musik der Nacht.

wowbook

2/28/20263 min read

Hallo, ich bin Ben 🦇.
Und heut erzähle ich dir von einer Nacht, die eigentlich ruhig anfangen wollte … aber dann beschlossen drei sehr neugierige Freunde, dass Stille eindeutig überbewertet ist.

Es war eine dieser Nächte in Schnabelstadt, in denen alles genau richtig schien. Der Mond hing rund und ruhig am Himmel, der Park duftete nach feuchtem Gras, und sogar der Brunnen beim alten Baum plätscherte extra leise. Perfekte Voraussetzungen für eine sanfte Nacht. Also genau meine Lieblingsnacht.

Ich flatterte gemütlich über den Park, liess mich vom Wind tragen und hörte ihm zu. Die Nacht spricht nämlich. Ganz leise. Man muss nur ruhig genug sein.

Pling.

Ich hielt inne.

Plong.

Meine Ohren wackelten.

Plitsch.

„… aha“, murmelte ich. „Die Nacht spricht heute Dialekt.“

Das Geräusch kam nicht aus dem Wald. Nicht vom See. Es klang eher nach … Spielplatz. Und ehrlich gesagt nach etwas, das eigentlich keinen Ton machen sollte.

Ich drehte ab und folgte den Geräuschen. Je näher ich kam, desto weniger ruhig wurde es.

Pling–plong–platsch–klirr.

Im Park, gleich neben dem alten Ahorn, sah ich sie: Pic, Pac und Iggy.

Pic stand mitten auf einer Bank und grinste, als hätte er gerade die beste Idee des Jahrhunderts gehabt. Pac hüpfte im Kreis und machte alles nach, was Pic tat – nur schneller. Und Iggy sass davor, kautschte mit den Pfoten in der Luft und erklärte irgendetwas sehr Wichtiges, das gerade niemand verstand.

Zwischen ihnen stand ein seltsames Ding. Ein rundes Gestell aus Holz, daran hingen Metallstäbe, kleine Glöckchen, Muscheln und ein paar rostige Röhrchen. Das alte Nachtmusik-Dings aus dem Park. Eigentlich war es dafür da, im Wind ganz leise zu klingen.

Eigentlich.

„PLIIIING!“, rief Pic und schlug mit einem Stock gegen ein Röhrchen.

„PLOOOONG!“, rief Pac und schlug gleich alles auf einmal.

„Also rein theoretisch betrachtet“, begann Iggy, „Das ist Ausprobier-Musik, die jedes Mal anders klingt.—“

KLIRR.

Ein Glöckchen fiel fast ab.

Ich landete kopfschüttelnd vor ihnen. „Darf ich fragen, was ihr da macht?“

Pic strahlte. „Musik!“

Pac nickte wild. „Nachtmusik!“

Iggy hob einen Finger. „Experimentelle Nachtmusik mit unvorhersehbarer Klangdynamik.“

Ich blinzelte. „Aha.“

In diesem Moment flatterten ein paar Glühwürmchen erschrocken auseinander. Eine Katze, die eigentlich schlafen wollte, fauchte beleidigt. Und irgendwo im Gebüsch stolperte jemand über seine eigenen Pfoten.

„Jungs“, sagte ich vorsichtig, „die Nacht mag es eher… leise.“

Pic legte den Kopf schief. „Aber es klingt doch lustig.“

Und das Schlimme war: ein bisschen hatte er recht. Es war lustig. Nur eben sehr, sehr ungeordnet.

„Ben!“, rief Pac. „Hör mal!“
Er schlug mit beiden Pfoten gleichzeitig gegen das Gestell.

PINGPLONGPLATSCHKRING.

Ich musste kurz lachen. Dann hörte ich Schritte. Der Nachtwächter von Schnabelstadt räusperte sich in der Ferne.

„Ähm“, sagte ich, „wir sollten das hier vielleicht in den Griff bekommen.“

Iggy nickte eifrig. „Genau! Wenn wir alle gleichzeitig dasselbe Ziel verfolgen würden—“

Pic hatte schon den nächsten Stock in der Hand.

„Stopp“, sagte ich und breitete die Flügel aus. „Lasst uns zuerst zuhören.“

Sie schauten mich an. Einer verwirrt, einer zappelig, einer nachdenklich.

Ich schloss die Augen. Hörte dem Park zu. Dem Wind. Dem Brunnen. Und dann schlug ich ganz sanft ein einziges Röhrchen an.

Pling.

„Nochmal“, sagte Emma plötzlich hinter mir. Ihre Stimme war ruhig, fast so, als würde sie selbst Teil der Nacht sein. Sie war lautlos gelandet und stand ganz still, als wolle sie nichts stören.

Pic wurde ruhig. Pac hielt kurz still. Iggy vergass mitten im Satz sein Wort.

„Nicht alles muss laut sein, damit es Spass macht“, sagte Emma.

Langsam probierten wir es gemeinsam. Pic lernte, nicht immer als Erster zu schlagen. Pac lernte, nicht immer alles nachzumachen. Und Iggy erklärte weniger – und hörte mehr.

Aus dem Durcheinander wurde etwas Neues. Keine richtige Melodie, aber etwas Sanftes. Lustig. Nachtig.

Pling … plopp … pschuu.

Der Park seufzte zufrieden.

Als wir fertig waren, war es wieder still. Angenehm still.

Pic grinste. „Das war besser.“

Pac nickte. „Viel besser.“

Iggy lächelte. „Theoretisch und praktisch.“

Hoch oben im alten, knorrigen Ahorn von Schnabelstadt wartete mein gemütliches Plätzchen in einer sicheren Baumhöhle. Während der Himmel am Horizont ganz langsam hell wurde und die ersten Sonnenstrahlen die Blätter küssten, krabbelte ich hinein.

Ich hängte mich ganz entspannt mit den Füßen an die Decke – das ist für mich bequemer als jedes Kopfkissen! Ich spürte, wie das Holz die Kühle des Morgens abhielt. Das hier war mein stiller Zuhörort, immer bereit, meine Gedanken an diese aufregende Pling-Plong-Nacht aufzufangen. Warm. Sicher.

Ich blinzelte ein letztes Mal hinaus in den beginnenden Tag, bevor ich meine Flügel wie eine kuschelige, dunkle Decke fest um mich schlug. Während die Vögel ihr Morgenlied begannen, war es für mich Zeit zum Träumen.

Manchmal braucht es kein grosses Licht. Kein lautes Pling-Plong.
Manchmal reicht es, gemeinsam zuzuhören.

Gute Nacht 🌙🦇