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🛠️🐸 Wie wir Hugo das Fliegen beibrachten 🚀

Ein Frosch, der fliegen will? Hugo ist traurig, weil er nicht hoch genug springt. Aber Tüftler Karlo hat eine verrückte Idee: Er baut ein Katapult aus einem alten Löffel! Doch der „Frosch-Beschleuniger“ funktioniert fast zu gut und Hugo schießt wie eine Rakete Richtung Stadt. Kann Ben ihn rechtzeitig fangen? Ein lustiges Abenteuer über Erfindungen und dicke Freunde.Beitragsbeschreibung

wowbook

1/31/20265 min read

Hallo, meine lieben kleinen Nachteulen und großen Abenteurer!

Hier ist wieder euer Ben. Habt ihr es euch schon gemütlich gemacht? Liegt ihr unter eurer warmen Decke, so wie ich mich gerne in meine Flügel einkuschle? Perfekt. Dann spitzt mal eure Ohren – oder lasst sie euch spitzen, falls ihr keine Fledermäuse seid.

Heute möchte ich euch von einer Nacht erzählen, in der es in unserem Park ziemlich laut zuging. Nicht gruselig-laut, oh nein! Sondern „Rums-Boing-Platsch“-laut. Und schuld daran waren ein Plastiklöffel, ein Gummiband und mein Freund Karlo Käfer.

Es begann alles kurz nachdem die Sonne hinter den Dächern von Schnabelstadt verschwunden war. Ich war gerade aufgewacht, hatte mir den Schlaf aus den Augen gerieben und hing noch gemütlich kopfüber an meinem Lieblingsast der alten Eiche. Unten am Boden hörte ich ein tiefes Seufzen. Es war so laut, dass sogar die Blätter zitterten.

Neugierig ließ ich mich fallen, breitete im letzten Moment meine Flügel aus und segelte sanft nach unten. Dort, auf einem großen Stein am Teichufer, saß Hugo, unser Frosch. Er sah sehr traurig aus. Sein Maulwinkel hing fast bis zum Boden.

„Nanu, Hugo?“, fragte ich und landete neben ihm. „Warum machst du so ein Gesicht? Hat dir eine Fliege auf der Nase getanzt und du hast sie verpasst?“

Hugo schüttelte den Kopf. „Ach, Ben“, quakte er wehmütig. „Schau mal da oben.“ Er zeigte mit seinem grünen Finger auf die Spitze der hohen Hecke, die den Park von Schnabelstadt trennt. „Dort oben, auf dem allerhöchsten Blatt, sitzt der dickste, saftigste Nachtfalter, den ich je gesehen habe. Aber ich komme nicht hin. Meine Beine sind stark, aber so hoch springen? Das schafft nicht mal ein Super-Frosch.“

Ich schaute nach oben. Tatsächlich, da saß ein Falter. (Keine Sorge, es war nicht Luna! Luna ist meine Freundin, die wird nicht gegessen. Es war ein fremder Falter, der ziemlich lecker aussah – also, für einen Frosch zumindest.)

„Hmm“, machte ich. „Ich könnte dich hochfliegen, aber...“ Ich betrachtete Hugos runden Bauch. „...ich glaube, du bist ein kleines bisschen zu schwer für mich.“

„Kein Problem!“, rief da plötzlich eine quiekende Stimme aus dem hohen Gras. Es raschelte heftig, und dann purzelte Karlo Käfer hervor. Er trug einen Helm aus einer halben Walnussschale auf dem Kopf und hatte sich einen Grashalm wie einen Zollstock hinter das Ohr geklemmt.

„Ich habe alles gehört!“, rief Karlo und lief aufgeregt im Kreis. „Hugo muss hoch hinaus? Die Schwerkraft überwinden? In die Stratosphäre vordringen? Ich habe die Lösung! Wir bauen eine Maschine! Eine Hugo-Hoch-Hinaus-Maschine!“

Karlo ist unser bester Tüftler. Er hat zwar oft keine Ahnung, wo er gerade ist, aber er weiß immer, wie man Dinge zusammenbaut. Zumindest meistens.

„Ben!“, kommandierte Karlo und rückte seine Brille zurecht, die schon wieder schief auf seiner Nase saß. „Wir brauchen Material. Flieg rüber zum Parkeingang bei Schnabelstadt. Die Menschen lassen dort oft nützliche Dinge liegen. Ich brauche etwas Biegsames, etwas Langes und... hm... etwas, das Boing macht!“

Ich nickte. „Verstanden, Karlo!“

Jetzt brauche ich kurz eure Hilfe, liebe Kinder. Stellt euch vor, wir sind am Parkeingang. Was könnten wir finden, um ein Katapult für einen Frosch zu bauen?
Ich flog los und meine Augen scannten den Boden. Aha! Da lag etwas!
Ein Eisstiel aus Holz. Zu kurz, dachte ich.
Eine alte Zeitung. Zu weich.
Aber dann sah ich es! Neben einem Mülleimer lag ein Plastiklöffel, den jemand vom Picknick vergessen hatte. Und direkt daneben: ein dickes, rotes Gummiband.

„Das ist es!“, rief ich, schnappte mir die Schätze mit meinen Füßen und flitzte zurück zu den anderen.

Als ich ankam, hatte Karlo schon einen Ast so in den Boden gesteckt, dass er wie eine Rampe aussah.
„Hervorragend, Assistent Ben“, rief er, als ich landete. Karlo nahm den Löffel und das Gummiband. Er knotete, er zog, er wickelte. Seine vielen kleinen Beine arbeiteten so schnell, dass mir ganz schwindelig wurde.

„Fertig!“, verkündete er schließlich. Vor uns stand eine seltsame Konstruktion. Der Löffel war mit dem Gummiband am Ast befestigt. Wenn man den Löffel nach unten drückte, spannte sich das Band.

„Darf ich vorstellen: Der Frosch-Beschleuniger 3000!“, sagte Karlo stolz und klopfte auf den Löffel. „Hugo, nimm Platz!“

Hugo schaute etwas skeptisch, aber der Gedanke an den leckeren Falter war stärker. Er kletterte in die Laffe des Löffels (so nennt man den runden Teil vorne). Er passte gerade so hinein. Er sah aus wie eine riesige, grüne Erbse, die auf den Abschuss wartete.

„Bereit?“, fragte Karlo. Er kniff die Augen zusammen – leider schaute er dabei genau in die falsche Richtung, nämlich gegen einen Baumstamm.
„Äh, Karlo? Hugo sitzt hier drüben“, flüsterte ich und drehte ihn sanft um.

„Weiß ich doch, weiß ich doch! Das war nur ein Test für meine Ohren“, behauptete Karlo schnell. Dann rief er: „Drei... Zwei... Eins... ABFLUG!“

Karlo löste das Gummiband.
Es machte ein lautes ZING!
Der Löffel schnellte nach oben.
Hugo schoss in die Luft!

„Wuhuuuuuu!“, rief Hugo. Er flog höher und höher. Er flog am Falter vorbei (den vergaß er vor lauter Staunen ganz), er flog über die Hecke und...
...Moment mal. Er flog weiter.
Er flog viel zu weit!

„Karlo!“, rief ich erschrocken. „Du hast ihn zu stark eingestellt!“
„Ups“, machte Karlo und kratzte sich am Kopf. „Vielleicht hätte ich das Gummiband nicht doppelt nehmen sollen.“

Ich musste handeln. Sofort! Ich stieß mich ab und flatterte so schnell ich konnte hinter Hugo her. Der arme Frosch ruderte in der Luft mit Armen und Beinen, als würde er versuchen, im Himmel zu schwimmen.
„Ben! Hilfe! Ich habe keinen Fallschirm!“, quakte er.

Er steuerte direkt auf den Springbrunnen in Schnabelstadt zu. Das Wasser dort war eiskalt. Ich legte meine Flügel an und ging in den Sturzflug, genau so, wie Luna es mir beigebracht hatte. Der Wind pfiff mir um die Ohren. Ich wurde schneller und schneller.

Genau in dem Moment, als Hugo anfing zu fallen, schoss ich unter ihn.
Puff!
Mit einem weichen Aufprall landete Hugo auf meinem Rücken. Uff, er war wirklich schwerer, als er aussah. Ich schwankte kurz, fing mich aber wieder und segelte mit meiner grünen Fracht langsam zurück in den Park.

Wir landeten weich im Gras neben Karlo, der uns mit offenem Mund anstarrte.
Hugo rutschte von meinem Rücken, atmete tief durch und... fing an zu grinsen. Ein breites, riesiges Froschgrinsen.

„Das...“, keuchte Hugo, „...war... DER WAHNSINN! Habt ihr die Lichter von Schnabelstadt gesehen? Ich konnte in die Fenster der Menschen gucken. Da war ein Junge, der hat auch noch gelesen! Und ich habe die Kirchturmuhr gesehen. Nochmal. Ich will nochmal!“

Karlo pumpte stolz seine Brust auf (was bei einem Käferpanzer gar nicht so einfach ist). „Wusste ich es doch. Meine Berechnungen waren exakt richtig für einen Panorama-Rundflug.“

Ich musste lachen. Ich war zwar total außer Puste, aber glücklich. Wir verbrachten den Rest der Nacht damit, den „Frosch-Beschleuniger 3000“ etwas sanfter einzustellen, damit Hugo nicht ganz bis in die Stadt flog, sondern nur hoch genug, um Ausschau zu halten. Und wisst ihr was? Den Falter hat er am Ende gar nicht gefangen. Er hatte viel zu viel Spaß am Fliegen.

Seht ihr, manchmal muss man einfach ein bisschen tüfteln und ausprobieren. Auch wenn es beim ersten Mal schiefgeht (oder zu weit geht), kann daraus das größte Abenteuer werden. Und wenn man Freunde wie Karlo hat, wird es garantiert nie langweilig.

Aber jetzt, meine kleinen Freunde, ist es Zeit, die Augen zuzumachen. Vielleicht träumt ihr ja heute Nacht davon, dass ihr fliegen könnt – ganz ohne Löffel-Katapult.

Schlaft gut und träumt süß.

Euer Ben 🦇